Hochglanzbroschüren und sterile PR-Texte? Die gehören längst ins Archiv. Heute geht es um echte Menschen, echte Einblicke und echte Geschichten – und wer könnte die besser erzählen als diejenigen, die dein Unternehmen tagtäglich mit Leben füllen? Deine Mitarbeitenden! Sie sind das authentischste Aushängeschild, das du hast. Mit ihrer Persönlichkeit, ihren Erfahrungen und ihrem Netzwerk machen sie dein Unternehmen greifbar und sichtbar. Genau hier setzt das Konzept der Corporate Influencer an: Mitarbeitende, die mit echter Kundennähe und ehrlicher Begeisterung eine starke Reichweite aufbauen – und damit eine PR schaffen, die nicht nur gesehen, sondern auch geglaubt wird.
Authentische Stimmen, echte Wirkung
Ein Corporate Influencer – was ist das eigentlich? Kurz gesagt: das Werbegesicht deines Unternehmens, aber authentischer und mit mehr Persönlichkeit. Corporate Influencer sind Mitarbeitende, die dein Unternehmen nach außen repräsentieren, indem sie über Social Media Einblicke in den Arbeitsalltag, Unternehmenswerte oder Produkte geben.
Das klingt erst mal nach klassischem Marketing? Nicht ganz. Denn während generische Werbekampagnen oft distanziert wirken, setzen Corporate Influencer auf Nähe und echte Erlebnisse. Sie vermitteln potenziellen Mitarbeitenden und Geschäftspartner:innen ein greifbares Bild deines Unternehmens – sei es durch einen Einblick in das wöchentliche Team-Meeting, ein kurzes Recap vom letzten Firmen-Event oder eine persönliche Story darüber, wie ein Projekt vom ersten Entwurf bis zum erfolgreichen Launch gewachsen ist. So kommen Werbebotschaften nicht nur authentisch an, sondern bleiben auch im Gedächtnis. Denn gerade in Zeiten, in denen KI-generierte Inhalte den Markt fluten, zählt vor allem eins: Menschen vertrauen Menschen – und genau hier liegt die Stärke der Corporate Influencer.
Unternehmenskultur mit Strahlkraft
Ein starkes Team entsteht durch eine klare Unternehmenskultur – doch erst, wenn sie sichtbar wird, kann sie nach außen wirken und neue Talente oder Geschäftspartner:innen überzeugen. Genau hier kommen Corporate Influencer ins Spiel. Sie geben authentische Einblicke in den Arbeitsalltag, transportieren Werte und machen dein Unternehmen greifbar. Doch wie überzeugt man Mitarbeitende, diese Rolle zu übernehmen?
Niemand muss zum Social-Media-Star werden, um als Corporate Influencer erfolgreich zu sein. Daher braucht es Fingerspitzengefühl, um Mitarbeitende für das Corporate Influencing zu begeistern. Eine starke Präsenz auf LinkedIn oder anderen Plattformen kann nicht nur dem Unternehmen helfen, sondern auch den Einzelnen beruflich voranbringen. Wer sich also als Expert:in positioniert, knüpft wertvolle Kontakte und steigert die eigene Sichtbarkeit.
Gleichzeitig gilt es, Unsicherheiten abzubauen. Viele wissen nicht, wo sie anfangen sollen oder haben Angst, „nichts Relevantes zu sagen“. Ein Workshop zu „Wie schreibe ich einen guten Post?“ kann helfen, diese Hürde zu nehmen. Zudem erleichtern vorgefertigte Themenlisten oder eine Sammlung von Unternehmensnews den Einstieg. Wer nicht weiß, worüber er schreiben soll, kann einfach eine spannende Entwicklung aus dem Unternehmen teilen oder eine persönliche Erfahrung aus dem Arbeitsalltag in einen Beitrag verwandeln. Wichtig ist, dass sich niemand gezwungen fühlt – nicht jede:r mag lange Fachartikel schreiben, aber ein kurzer Post mit einer Anekdote aus dem Berufsalltag kann genauso wirksam sein.
Auch ein wenig Anerkennung hilft. Wenn Corporate Influencer für ihre Beiträge gelobt werden – sei es in einer Teamsitzung, durch ein internes „Post des Monats“-Format oder einfach mit einem ehrlichen Dankeschön – steigt die Motivation. Schließlich möchten die meisten wissen, dass ihre Beiträge nicht ins Leere laufen. Wer das Thema mit Offenheit und strategischer Unterstützung angeht, wird erleben, dass die besten Beiträge oft ganz organisch entstehen – weil Mitarbeitende dann gerne ihre Einblicke teilen und sich mit dem Unternehmen identifizieren.
Vom ersten Post zur starken Präsenz: Schritt für Schritt sichtbar
Nun einfach mal posten und hoffen, dass es läuft? Besser nicht! Wer Corporate Influencer ins Unternehmen einbinden will, braucht eine klare Strategie – aber keine Angst, das ist kein Hexenwerk. Eine starke Präsenz entsteht nicht über Nacht, sondern mit den richtigen Schritten und einer guten Portion Authentizität. Hier kommt dein Fahrplan für den gelungenen Start:
- Profil aufpolieren: Der erste Eindruck zählt – auch digital. Ein professionelles, aber sympathisches Profilbild, eine knackige Beschreibung der eigenen Rolle und Stärken sowie gezielt gesetzte Keywords helfen dabei, sichtbar zu sein und seriös rüberzukommen.
- Netzwerk clever ausbauen: Niemand startet mit tausenden Followern. Wer sich aktiv mit Branchenkolleg:innen vernetzt, in relevanten Gruppen mitmischt und regelmäßig auf andere Inhalte reagiert, baut sich Stück für Stück eine echte Community auf.
- Themen mit Substanz wählen: Was interessiert die Zielgruppe wirklich? Unternehmenswerte, Branchennews oder persönliche Anekdoten? Statt wahllos zu posten, hilft es, eine klare inhaltliche Richtung zu finden – Hauptsache, es hat Mehrwert und liest sich nicht wie eine Pressemitteilung.
- Dranbleiben, ohne sich zu stressen: Nicht jede Woche ein Meisterwerk abliefern, sondern einfach regelmäßig etwas Relevantes teilen. Ein grober Redaktionsplan verhindert, dass man ewig überlegt, was als Nächstes kommt – und hilft dabei, den Überblick zu behalten.
- Echt bleiben, Werbung vermeiden : Menschen folgen Menschen, nicht Werbeanzeigen. Wer echte Einblicke gibt, Erfahrungen teilt und keine PR-Floskeln raushaut, wird langfristig erfolgreicher sein als jemand, der nur auf Hochglanz-Marketing setzt.
Und Inhalte? Die Liegen direkt vor deiner Nase!
Viele haben Lust auf Corporate Influencing, aber keine Ahnung, worüber sie schreiben sollen. Dabei gibt’s mehr Inspirationsquellen, als man denkt:
- Unternehmensnews: Neue Projekte, spannende Einblicke aus dem Team oder Erfolgsgeschichten machen den Laden greifbarer.
- Branchenentwicklungen: Worüber redet die Fachwelt? Was sind aktuelle Trends? Ein bisschen Kontext und eigene Meinung dazu – perfekt!
- Persönliche Einblicke: Ein Tag im Job, eine Herausforderung gemeistert oder ein Aha-Moment – echte Stories kommen immer am besten an.
- Community-Interaktion: Fragen, Diskussionen oder Ideen aus dem Netzwerk aufgreifen und weiterführen – so bleibt es ein echter Austausch.
Kurz gesagt: Menschen machen Marken stark
Corporate Influencing muss weder kompliziert noch aufgesetzt sein. Es geht darum, die eigenen Leute zu stärken, Expertise sichtbar zu machen und das Unternehmen nahbarer zu präsentieren. Wer es clever angeht, hat am Ende nicht nur mehr Reichweite, sondern auch motivierte Mitarbeitende, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren. Und das ist am Ende doch das, worum’s geht, oder?
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